Strandbad Wannsee [14129]

Das Strandbad Wannsee Webpage ist bereits seit den zwanziger Jahren “die” Badewanne der Berliner. Leider ist der Zahn der Zeit an den Gebäuden nicht spurlos vorübergegangen: Seit Jahren sind aufwendige Reparatur- und Restaurierungsarbeiten im Gange, die die Besucher wohl auch noch einige weitere Jahre erfreuen dürften. Im nördlichen Teil des Strandbads liegt der große FKK-Teil, der durch einfache Sichtblenden vom textilen Abschnitt getrennt ist. Neben dem feinen Sandstrand mit Strandkörben steht auch ein Sonnendeck auf einem Gebäudedach zur Verfügung. In den Gebäuden selber befinden sich (bereits renovierte) Duschen und sanitäre Anlagen. Bei viel Besucherverkehr können Getränke und heiße Würstchen auch im FKK-Teil erworben werden, sonst muß man seine Badebekleidung anziehen und einige Meter zu den Textilen wandern. Bis auf zwei Bäume befinden sich im FKK-Teil keine schattigen Ecken. Das Ufer fällt sehr sanft ab, zum Schwimmen muß man ca. 30 Meter waten, bevor man tieferes Wasser erreicht hat. Das Strandbad ist somit ideal für kleine Kinder oder Erwachsene, die sich nur ein wenig die Beine im kühlen Wasser vertreten möchten. Leider ist das Wasser im Sommer mit grünen Algen belastet, die die Sichttiefe stark einschränken. Anfahrt: S-Bahnhof Nikolassee oder Bus 118 bis Badeweg, anschließend 15 Minuten Fußweg. Während der Saison Buspendelverkehr zum S-Bahnhof. Das Strandbad Wannsee ist von Anfang Mai bis Mitte September geöffnet.

Ich war im August 2004 da und habe mit grosser Freude festgestellt, dass neben den beiden erwähnten Bäumen im Homobereich noch ein weiterer Baum in der Nähe der Abtrennwand vorhanden ist, der von Frauen jung und alt wie auch von Männern und Paaren als Schattenspender benutzt wird. Eine wunderbare Oase der Erholung vom hektischen Alltag. [08/2004]

Hallo, gestern nachmittag hat es mich das erstemal in das Strandbad Wannsee verschlagen. Nachdem ich die Orientierung hatte, landete ich auf einem extrem schlechten Parkplatz, um Berlins berühmtes Strandbad vorzufinden. Der erste Eindruck war: Baustelle. Der zweite Eindruck war: ganz schön teuer, 4 EUR waren als Eintritt fällig. Keine Ermäßigungen für Schwerbehinderte. Das scheint in Berlins Bäderbetrieben ohnehin keine Rolle zu spielen, obwohl wir als solche nicht gerade auf Rosen gebettet sind. Tja, kurze Orientierung, ein Schild wies den Weg, also nach rechts, an den FKK-Strand. Vorbei an in Sanierung befindlichen Gebäuden, einige wenige waren offen, drinnen sah es verhältnismäßig ordentlich aus. Ich habe mich dann am Ende des FKK-STrandes unter einen der drei Bäume dort niedergelassen. Auffällig, recht viele FKKler dort waren Gays, die meist als Paar dort auftraten und sich auch so verhielten. Die Sauberkeit des Strandes war gut. Die der sanitären Einrichtungen mangelhaft. Der Imbißstand war auf 4*Hotelniveau, d.h. eine kleine Flasche Bonaqua lag bei 2 EUR. Selbst schuld, wer nicht auf Selbstverpflegung macht (was mir sicher nicht wieder passiert). Der Blick auf den Raum, in dem der Händler seine Sachen aufbewahrte etc. lies mich davon Abstand nehmen, etwas zu essen zu kaufen. Alles zwar ordentlich und sauber präsentiert, jedoch halt alles nur behelfsmäßig, bishin zur Pommes-Bereitung, die da unter freiem Himmel erfolgte. Auf den Bänken, gegenüber des WC-Einganges drei Herren in Bierlaune, laut sich unterhaltend, das es am Strand gut verstehbar war. Oh Mann… Tja, an Hand der Schilder lies sich aber auch nicht erkennen, wo die Toiletten und die Duschen waren, das lies sich nur durch eine Ortsbesichtigung (zum Glück nicht der Nase nach) erruieren. Die WCs waren unsauber, eine Aufsicht bzw. regelmäßige REinigung schien zu fehlen. Ein Gloryhole vorhanden. ( Insgesamt Eindruck: die Berliner Bäderbetriebe haben zu wenig getan, um die Anlage in einem Zustand zu halten, der es zu einem Vergnügen macht, sie zu benutzen. Die Preise für die Nutzung sind unangemessen hoch, auch wenn die Betriebskosten bestimmt heftig sind und Berlin arm ist, wie eine Kirchenmaus. Die vorhanden Parkplätze dürften im Hochsommer dazu führen, daß die Autos sich übereinanderstapeln und man entweder ganz früh dort damit ankommt oder aber den Marsch vom Bahnhof auf sich nimmt. Busverbindungen scheint es jedoch zu geben. Ich hoffe, das sich noch Alternativen auftun. Zumindest war der wilde Strand ein paar Kilometer weiter besser, auch wenn dort wiederum alles an sanitären Einrichtungen fehlte. Soweit der erste Bericht vom Wannsee. Grüße, Jörg [06/2006]

Da wurde das Strandbad Wannsee nach über einem Vierteljahrhundert endloser Sanierung mit viel Trara eröffnet, und ausgerechnet jetzt wird nach Belegung des Parkplatzes vor dem Eingang mit 250 PKW der gesamte Wannseebadweg mit seinen vielen Stellplätzen von der Polizei dichtgemacht. Dabei gab es die letzten 25 Jahre nur selten Probleme mit Behinderungen. Das Parken beiderseits der befestigten Fahrbahn hat niemanden gestört, weder Wald noch Grundwasser waren in Gefahr. Wirkliche Behinderungen verursachte immer nur die mit Motorrädern überfüllte Spinnerbrücke, die abends den heimkehrenden Badegästen bis zu einer Stunde Stau bescherte. Hier griff die Polizei nie ein, denn mit den rauhbeinigen Bikern legt man sich nicht so gerne an. Viele Besucher kehren um und fahren nie mehr hin, weil sie mit Kind und Kegel, mit Behinderten und älteren Menschen die oft lange Anfahrt nicht noch einmal vergebens machen möchten. Der S-Bahnhof ist viel zu weit weg, um sich den strapaziösen Weg in flirrender Sommerhitze anzutun, und BVG-Busse fahren nicht mehr hin. Das Wannseebad ist endlich wieder schön, und nun ! vergraul t man die Besucher. Ich bin mehrfach vergeblich mit dem PKW gekommen und fahre nun ins Umland. [08/2007]

Da wurde das Strandbad Wannsee nach über einem Vierteljahrhundert endloser Sanierung mit viel Trara eröffnet, und ausgerechnet jetzt wird nach Belegung des Parkplatzes vor dem Eingang mit 250 PKW der gesamte Wannseebadweg mit seinen vielen Stellplätzen von der Polizei dichtgemacht. Dabei gab es die letzten 25 Jahre nur selten Probleme mit Behinderungen. Das Parken beiderseits der befestigten Fahrbahn hat niemanden gestört, weder Wald noch Grundwasser waren in Gefahr. Wirkliche Behinderungen verursachte immer nur die mit Motorrädern überfüllte Spinnerbrücke, die abends den heimkehrenden Badegästen bis zu einer Stunde Stau bescherte. Hier griff die Polizei nie ein, denn mit den rauhbeinigen Bikern legt man sich nicht so gerne an. Viele Besucher kehren um und fahren nie mehr hin, weil sie mit Kind und Kegel, mit Behinderten und älteren Menschen die oft lange Anfahrt nicht noch einmal vergebens machen möchten. Der S-Bahnhof ist viel zu weit weg, um sich den strapaziösen Weg in flirrender Sommerhitze anzutun, und BVG-Busse fahren nicht mehr hin. Das Wannseebad ist endlich wieder schön, und nun ! vergraul t man die Besucher. Ich bin mehrfach vergeblich mit dem PKW gekommen und fahre nun ins Umland. [08/2007]

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