Münster-Gelmer [4815*]: KÜ

Anfahrt: B 481 “Schiffahrter Damm” bis Ausfahrt Gelmer / Gimbte, Gelmer durchqueren, bis zur Kanalbrücke (“Kü”) fahren. Rechts ist der alte Kanalabschnitt, dort überall FKK möglich. Vorne Familien, in der Mitte überwiegend Pärchen, hinten und an der Ems überwiegend Homosexuelle. Leider wird in der Nähe an der Verbreiterung des Dortmund-Ems-Kanals gebaut, aber am Wochenende stört es nicht. [05/2000]

Kanalübergang (K.Ü.), Anfahrt aus nördlicher Richtung: Aus Richtung Greven (Autobahnausfahrt A1) “Schiffahrter Damm” (Fortsetzung der B 481 Ri. Münster-Ost) bis zur Abfahrt Telgte/Westbevern, rechts abbiegen, am Ende der Abbiegespur geradeaus “Fuestruper Str.”, am Kalksandsteinwerk Schencking (rechts) vorbei und über die Kanalbrücke. Nur ca. 100 m weiter kreuzt die Straße auf einem Damm die alte Kanalfahrt, direkt dahinter ist links ein Wiesenparkplatz. Um zum längsten FKK-Strand von NRW zu gelangen, sind es noch einige 100 m Fußweg: Entgegengesetzt zur bisherigen Fahrtrichtung den Damm an der linken Seite hinabsteigen und nach links auf den Treidelpfad des hier trockengelegten alten Kanals abbiegen. Nach ca. 100 m schräg links Abzweigmöglichkeit nach unten an die Ems (nur für Männer…). Oder oben weiter geradeaus über die alte Kanalüberführungsbrücke zum aufgestauten Teil der alten Kanalfahrt. Sehr gute Bademöglichkeit! Unten an der Ems (Baden gesundheitsgefährdend) in Flussrichtung links zwischen der alten und der neuen Kanalüberführung schöner Sandstrand (hier nicht nur Männer). Zum Ab- und Aufstieg sind allerdings leichte Kletterkünste erforderlich… Der K.Ü. ist von Münster aus gut mit Fahrrad oder Bus zu erreichen (Wegbeschreibung siehe oben, man gelangt an das andere Ende des K.Ü.). [07/2001]

Waren am Sonntag das erste mal am Kanal, dank der guten Wegbeschreibung sofort gefunden. Eine super friedliche und harmonische Stimmung unter den anwesenden, Schwule, Paare und Familien, das Wasser echt saber und einladend. Nur zu empfehlen.
[06/2006]

Es gibt jetzt eine Beschreibung dieses “Brückenmuseums” bei http://www.lostplaces.de/cms/content/view/21/33/. Die Bauarbeiten an der neuen Fahrt sind noch nicht abgeschlossen, sodass die linke Seite von “Münsters größter Badewanne” immer noch nicht sehr einladend ist. Aber die Wasserqualität ist nach wie vor ausgezeichnet. Das KÜ (Kanalübergang)-Gelände ist eine der originellsten Badestellen und FKK-Möglichkeiten. Das Sonnen auf der Brücke ist auch an nicht sehr heißen Tagen durch die aufgeheizten Steine beliebt. [04/2008]

Der Sommer 2009 ist leider b.a.w. der letzte Sommer zum Baden am KÜ. Nachdem der Kanal im Wesentlichen verbreitert ist, sind nun die Brücken dran. In diesem Fall die Brücke, die derzeit den Dortmund-Ems-Kanal über die Ems führt.
Nachdem ein ähnliches Vorhaben in Olfen bereits misslungenm ist der Kanal lief aus geht man nun auf Nummer sicher und will den Kanal vorübergehend durch die alte Fahrt legen. Wie das genau geplant ist, weiss ich noch nicht. Geplant sind 38 Mio Euro (wen’s interessiert…).

Es wäre prima, wenn alle, die das hier lesen, Alternativen im Münsterland beschreiben würden. Hier werden schöne FKK Badestellen rar.
[08/2009]

Neueste Presseberichte berichten: – Umbau beginnt erst 2011. Damit ist dieses Jahr noch baden möglich. – es gibt 4 Entwürfe für die Zeit nach 2016, wenn der Umbau fertig ist. Es ist wird fälschlich geschrieben, die FKKler seien eh auf dem Rückzug. [08/2010]

Von Umbauarbeiten ist im Rekordsommer 2010 nichts zu sehen.
Der Schiffsverkehr kann nicht durch die alte Fahrt umgeleitet werden, da die viel zu schmal ist und die beiden alten Straßenbrücken an den Enden durch Dämme ersetzt wurden. Außerdem ist die alte, denkmalsgeschützte Kanalbrücke über die Ems baufällig, sodass man vor einigen Jahren leider das Wasser ablassen musste und sie nun der Witterung ungeschützt ausgesetzt ist.

Damit ist ein riesiger Swimmingpool verloren gegangen, der im Sommer von vielen Familien, Einzelschwimmern und Bootsfahrern genutzt wurde. Durch die Straßendämme hat der K.Ü. auch keine Verbindung mehr zum eigentlichen Kanal, was der Wasserqualität in dem verbliebenen Reststück sehr abträglich ist. Das Gelände ist aber immer noch recht weitläufig und wird fast nur noch von FKK-Fans genutzt. Der ursprüngliche Reiz der ganzen Anlage als “Münsters größter Badewanne” ist jedoch verloren gegangen. An der einen Seite führt ein Radwanderweg entlang, was zu lustigen Begegnungen zwischen radelnden älteren Frauenclubs und nackten Männern führt. FKK ist hier ! allgemei n bekannt und kein Problem für Angezogene.

Die Frage bleibt, wie lange die alte Brücke noch für Radler und Fußgänger erhalten werden kann, bevor dieses kleine wilde “Paradies” wohl aus Sicherheitsgründen gesperrt werden muss… [08/2010]

Zur Saison 2012 habe ich die Location erkundet. Es ist immer noch ein kleines FKK-Paradies! Die Bauarbeiten betreffen ausschließlich den neuen, befahrenen Kanalabschnitt nebenan. Der alte Kanal ist jetzt praktisch ein Binnengewässer mit seinen charakteristischen Eigenheiten, wird aber von der Wasserbaubehörde gewartet.
Der gesamte Bereich bis hin zur Ems unten ist naturnah gepflegt, im Frühjahr wurde gemäht, sodass dem Sonnen- und Badevergnügen 2012 wohl nichts entgegenstehen dürfte. Am ersten Sonnentag im März waren jedenfalls etliche zur “Saisoneröffnung” schon da.
[06/2012]

2013 hat sich nichts Wesentliches verändert. Die Baustelle an der Seite des Altkanals, die zum schiffbaren Teil liegt, ist zwar noch abgezäunt, aber die Arbeiten scheinen abgeschlossen zu sein. Die alte Brücke ist noch begeh- und für Fahrräder befahrbar. Unten an der Ems wurde auch wieder gemäht, die Gesamtanlage ist in diesem Jahr wieder in einem naturnahen und sehr gut benutzbaren Zustand. Sonnen, schwimmen und nacktwandern im gesamten Areal top![02/2014]

Leider sind jetzt wirklich die Bagger angerückt. Baden und Sonnen ist zwar noch möglich aber am mittleren Teil der alten Fahrt werden vorbereitende Baumaßnahmen durchgeführt. Ab 2015 soll der KÜ dann, nach Aussagen der Bauarbeiter, erst mal komplett mit Bauzäunen dicht gemacht werden.
Eine Alternative findet man etwa einen Kilometer südlich des KÜ, Richtung Münster, am östlichen Ufer des Dortmund Ems Kanals. Zwischen dem Ölhafen und der Wagenburg findet man schon seit Jahren einige FKKler. Von Gelmer kommend führt hinter dem Ölhafen nur ein Trampelpfad zum Kanal und man ist relativ ungestört, da die meisten Radfahrer und Spaziergänger den durchgehenden Weg am gegenüberliegenden Ufer des Kanals nutzen. Da die Bewohner der alternativen Wagenburg dort auch größtenteils nackt baden, ist die selten vorbeifahrende Wasserschutzpolizei den Anblick gewohnt.
(September 2014)

Saisonstart Mai 2016:
Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Zwischen dem alten und dem jetzigen Kanalübergang wird eine neue Brücke über die Ems gebaut, die am Ende der Maßnahme an die Stelle der jetzigen geschoben werden soll. Solange wird der Dortmund-Ems-Kanal umgeleitet und tangiert die Alte Fahrt in einem langgezogenen Bogen. Der alte Kanal ist bereits zu großen Teilen zugeschüttet. Baden ist nicht mehr zu empfehlen, sonnen ist noch an den beiden Enden der Baustelle möglich. Den Baustellenbetrieb muss man in Kauf nehmen. Die bisherigen Wege sind verbreitert und mit Splitt belegt, weil der Ems-Auen-Radweg über den Pfad an der Alten Fahrt verlegt wurde. Hier ist also bei gutem Wetter mit relativ lebhaftem Radverkehr zu rechnen. Die „Raststätte“ an der alten Kanalbrücke ist erhalten geblieben. Die alte Brücke ist nur noch auf der emsabwärts (zur Neuen Fahrt) zugewandten Seite begehbar, die andere Seite ist abgezäunt und mit verschlossenen Türen versehen. Durch die Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt ist der schwule Bereich unten an der Ems.
Nach Fertigstellung, die sicher nicht schon 2017 erfolgt sein wird, sondern Anfang der 20-er Jahre zu erwarten ist, soll die Umleitungsstrecke als Freizeitbad erhalten bleiben und wieder ihrem legendären Ruf als „Münsters größter Badewanne“ gerecht werden. Seit den 70-er Jahren wurde hier fast allgemein nackt gebadet, Textiler wurden toleriert. Es bleibt zu hoffen, dass nach Fertigstellung nicht Textilzwang obligatorisch wird. Vielleicht hilft es, in der Zwischenzeit immer mal wieder nackt dort aufzulaufen (oder zu radeln?), damit ein hinreichender Bedarf signalisiert wird. [05/2016]

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